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Körnermais
Spätreife und Ertragspotenzial optimieren
Ziel muss es sein, den Körnermais mit einem tiefen Wassergehalt zu ernten. Im Gegensatz zu anderen Kulturpflanzen, wie Getreide, benötigt Mais keine bestimmte Vegetationszeit, sondern eine Temperatursumme. Diese wird während der Wachstumsphase zwischen 6°C und 30°C addiert. Spätreife Sorten verfügen über ein höheres Ertragspotenzial als frühreife Typen, benötigen jedoch eine höhere Wärmesumme bis zur Abreife. Es macht also absolut Sinn, die Reifegruppen an den Standort anzupassen, um das höhere Ertragspotenzial spätreiferer Sorten auszuschöpfen.
Körnermais: Qualität fördert den Absatz
Körnermais muss für die Futtermittelherstellung hohe Qualitätsanforderungen erfüllen. Folgende Faktoren sind für eine einwandfreie und hohe Qualität massgebend:
• Tiefer Krankheitsdruck
Den Krankheitsdruck mittels geregelter Fruchtfolge tief halten.Maisstroh nach der Ernte sofort sauber in den Boden einarbeiten. Dadurch können sich weniger Krankheiten, Fusarien und Schädlinge entwickeln.
• Einsatz von Trichogramma-Schlupfwespen zur Verhinderung von Stängelverletzungen durch Bohrstellen des Maiszünslers. Beim Körnermais liegt die Schadschwelle bei 15 bis 20% befallener Stängel. Jährlich wiederkehrendes Ausbringen von Trichogramma-Schlupfwespen halten den Maiszünslerdruck nachhaltig tief
• An den Standort angepasste Sorten wählen
Der Bruchkornanteil erhöht sich mit zunehmender Feuchtigkeit. Es sollten daher nur Sorten angebaut werden, die bei der Ernte genügend abgereift sind. Dreschqualität überprüfen!
Massnahmen gegen Krähen
Der optimale Ertrag wird mit der Sortenauswahl, der Düngung und dem Zeitpunkt der Aussaat festgelegt. Dazu wird das Saatgut mit einer fungiziden Behandlung und mit Korit oder Ibisio gegen Vogelfrass geschützt, da Krähen massive Schäden verursachen können. Ihre Wirksamkeit der Beizung ist jedoch zeitlich begrenzt, je nach Bodenfeuchtigkeit.
Die Bodenbearbeitung und das Eggen ziehen ebenfalls Krähen an. Deshalb sollte die Aussaat nicht unmittelbar nach der Bodenbearbeitung erfolgen, sondern einige Tage dazwischen liegen. Mais kann auch etwas tiefer gesät werden (bis 6 cm), damit die Vögel mehr Mühe haben, den Samen zu finden. Ein querer oder diagonaler Walzgang kann ebenfalls helfen, damit die Saatlinie nicht mehr sichtbar ist.
Ab dem 2-Blatt-Stadium wird empfohlen, den Mais mit Drachen oder akustischen Geräten wie Bird Alert zu schützen. Diese sollten regelmäsig verstellt und in Kombination z.B. mit Ballonen, Bändern und Vogelscheuchen eingesetzt werden, um ihre Wirksamkeit zu maximieren. Wir empfehlen 2–3 Drachen pro Hektar für einen optimalen Schutz. Die Schnur an der der Drachen hängt, muss kurz sein, damit er bei Wind nicht am Boden aufschlagen kann.
Empfohlene Sortenliste von swissgranum Versuchsbericht UFA-Samen